🚴‍♂🇩🇪 Grenzübertritt 🇨🇿🚵‍♂

Heute war ein etwas anderer Tag für mich und ich musste meinen gewohnten Komfortbereich verlassen.
Der Wecker klingelt um 4:45 Uhr, aber eigentlich liege ich schon seit einer Stunde wach im Bett. Ist es die Aufregung, auf das neue Abenteuer?

Anfang

Mit Nick stand heute eine Radtour an, aber wer Nick kennt weiß, dass er nicht einfach nur mit dem Fahrrad von A nach B fährt, sondern seine Touren sind für jemanden wie mich schon sehr speziell. Er ist mit dem Rennrad von der ungarischen Grenze bis nach Dresden in 6 Tagen gefahren und fuhr 676 km und 6.340 Höhenmeter (Komoot.com).

Gegen 5:30 Uhr schrieb er mir, dass er mit dem Auto vor meiner Tür stand, also Tasche und Fahrrad schnappen und ab zum Auto, alles verstauen. Auf dem Weg zur Autobahn merkten wir, dass die Temperaturen an den 0° Celsius kratzen und wir später auf der Fahrt sogar noch  -2,5° Celsius erreichten. Aber all das konnte uns von unserem Vorhaben nicht abbringen. Der Morgen bescherte uns einen wunderschönen Sonnenaufgang und der Start unserer Tour war erreicht.

Pirna in der sächsischen Schweiz ist unser Startpunkt und von da geht es auf dem Elbe- Radweg flussaufwärts in Richtung Tschechien. Auf den ersten 20 Kilometern konnte man, bei doch sehr frischen 5° Celsius, die herbstliche Schönheit der sächsischen Schweiz genießen. Bunte Farben mischten sich mit hohen Sandsteinfelsen am Flusslauf der Elbe entlang.

Grenzübertritt

Auch wenn wir im Gegenwind fuhren, hatten wir nur unser erstes Etappenziel, die deutsch-tschechische Grenze im Kopf. Nach 2:16 Std. Fahrzeit und 36 Kilometern, erreichten wir diese dann auch. Kurze Pause und ein paar Fotos später, saßen wir dann wieder auf unseren Rädern und radelten dem nächsten Etappenziel, Děčín an der Labe (Elbe) entgegen.

Perfekt zur Mittagszeit kamen wir dort an und konnten so auch eine kleine Pause machen. Zum Glück haben die Supermärkte in Tschechien am Sonntag geöffnet, sodass wir uns ein paar Snacks kaufen konnten.

Ab hier geht es rein, in den östlichen Teil des Erzgebirges und somit auch auf den höchsten Berg des Tages. 450 Höhenmeter auf 17 Kilometer mit einer max. Steigung von 13 % zerstört mich komplett. Bis hier hin habe ich sportlich schon viel geschafft, mehrere Halbmarathons und ein Marathon gelaufen oder auch 186 km von Berlin nach Magdeburg mit dem Fahrrad gefahren, aber diese Tour zeigt mir neue Grenzen auf, welche ich bezwingen möchte.

Heute bin ich hoch in Richtung „Tyssaer Wände“ von der Natur bezwungen worden. Nach jedem Tief kommt auch wieder ein Hoch oder wie sagt man das im Gebirge? Nach jedem Berg kommt auch wieder ein Tal.

Wieder in Deutschland angekommen, zeigte mir auch die sächsische Schweiz, was sie für schöne steile Anstiege zu bieten hat und auch hier wurde ich von der Natur bezwungen.
Mein Ehrgeiz, lässt mich wieder auf den Sattel schwingen und es geht weiter. Weiter Berg auf und Berg ab, zum Glück werden die Steigungen immer kürzer und flacher und unser Ziel Pirna kommt immer näher.

Ende

Nach knapp 7 Stunden, wartet noch mal eine letzte Steigung von 6 % auf uns bevor wir unseren Start in Pirna wieder erreichen.
Geschafft!!! 110 Kilometer und knapp 1400 Höhenmeter in 7:30 Stunden.


Fazit

Was nehme ich aus dieser Tour mit?
Ich möchte mein Training mehr intensivieren und noch mehr Fahrrad-Einheiten mit einbauen. Die Tour hat mir meine Grenzen gezeigt und an diesen möchte ich für die Zukunft arbeiten. Ich möchte mir neue Ziele setzen und auf diese hin arbeiten, bis ich sie erreicht habe.

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